Musiker und Solistinnen führen Vertonung des spätmittelalterlichen Gedichts an Karfreitag auf

Stabat mater erklingt in der Herborner Stadtkirche

HERBORN Die Herborner Kantorei hat im Rahmen ihrer "Musik am Karfreitag" die Vertonung des Gedichts "Stabat mater" in der Herborner Stadtkirche aufgeführt.

Mit dieser, seiner letzten vollständigen Komposition, schuf Giovanni Battista Pergolesi kurz vor seinem Tode im Jahr 1736 ein viel beachtetes geistliches Werk.
Die Konzertbesucher kamen in den Genuss der originalen Fassung für zwei Solostimmen (Sopran und Alt), Streicher und Basso continuo - sie hatte sich erst im Zuge der Alte-Musik-Bewegung wieder durchgesetzt.


Gesine Kalbhenn-Rzepka (links) umrahmte mit "ihrem" Streichquintett und Regina Zimmer-mann-Emde an der Orgel die Solistinnen Mona Debus (links) und Christa Löffler. (Foto: Gerdau)

Das spätmittelalterliche Gedicht "Stabat Mater" mit der Gottesmutter Maria im Zentrum, die um den gekreuzigten Jesus trauert, gehört zu den meistvertonten sakralen Texten. Er bringt die Vielschichtigkeit der verschiedenen Emotionen und Gemütszustände wie Schmerz, Trauer, Trost und Heilsgewissheit sehr tiefgehend zum Ausdruck und inspirierte Generationen von Komponisten zur Vertonung. Ein Streichquintett mit einem Musiker und Musikerinnen des Frankfurter Museumsorchesters mit Gesine Kalbhenn-Rzepka am ersten Pult und Kantorin Regina Zimmermann-Emde an der Truhenorgel begleitete die beiden Solistinnen Mona Debus (Sopran) und Christa Löffler (Alt) in der Aufführung.
Zu Beginn des Konzerts erklang außerdem Pietro Locatellis "Sinfonia funebre composta per l'esequie della sua Donna che si celebrarono in Roma", die Trauersinfonie auf den Tod seiner jungen Frau in Rom. (sig/s)

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