Singspiel in Ewersbach und Herborn zweimal aufgeführt

Das Zauberwort heißt Mutabor

Herborn (pli/s). Ist es nicht eine faszinierende Vorstellung, sich nach Murmeln eines Zauberworts in ein Tier nach Wahl zu verwandeln? Zum Dilemma wird die Sache nur, wenn man das Codewort vergessen hat und es keine Rückkehr in das Menschenleben gibt.

Um diese spannende Geschichte rankt sich das Märchen "Kalif Storch" von Wilhelm Hauff, zu dem der Komponist Joseph Rheinberger eine Musik geschrieben hat, die die Handlung effektvoll unterstreicht. In Ewersbach und Herborn ist das Singspiel "Das Zauberwort" jetzt zweimal aufgeführt worden.


35 Sänger der Kinderkantoreien Ewersbach und Herborn
zählten zu den Hauptakteuren der Aufführung des Stücks "Das Zauberwort", das mit großem Erfolg am Wochenende aufgeführt wurde.

Die Zuschauer hatten in beiden Orten die Freude, bei herrlichem Wetter 35 jugendliche Sänger und Sängerinnen von den Kinder- und Jugendkantoreien der Margarethenkirche Ewersbach und Herborn sowie Solisten der Gesangsklasse von Mona Debus auf der Bühne agieren zu sehen. Die Regie lag in den Händen von Rita Sydor und die Gesamtleitung bei Regina Zimmermann-Emde und Günter Emde.
In Herborn entführte die "Serenade im Schlosshof" die Besucher vor romantischer Kulisse nach Bagdad, wo ein gelangweilter Kalif (Johannes Welsch) und sein Großwesir (Jakob Will) sich nach Abwechslung sehnen. Die kommt in Gestalt eines Kaufmanns, der ihnen ein Schnupfpulver verkauft, mit dessen Hilfe und dem Zauberwort "Mutabor" sich die beiden in beliebige Tiere verwandeln können.

Nach längerer Überlegung entscheiden sie sich dafür, eine Weile als Störche durch die Lüfte zu segeln und den anderen Tieren bei ihren Gesprächen zuzuhören. Doch das böse Erwachen kommt, als sie sich wieder in Menschen verwandeln wollen, denn sie haben das Zauberwort vergessen.

Hilflos müssen sie mit ansehen, wie ein anderer Kalif auftaucht, nämlich Mizrah (Lauritz Benner), der Sohn des Zauberers Kaschnur (Jette Klumpp), der die ganze Sache eingefädelt hat. Doch dann kommt Rettung durch die Eule Lusa (Daniela Debus), die in Wirklichkeit eine verzauberte Prinzessin ist. Sie hört zu, als Kaschnur im Vorübergehen seinen beiden Gefährten das Zauberwort "Mutabor" verrät, und so können der Kalif und sein Großwesir wieder die Herrschaft übernehmen, und der Kalif schließt die Prinzessin glücklich in seine Arme.
Nach dem Ende der Vorstellung wurden die kleinen und großen Akteure mit begeistertem Beifall gefeiert, hatten sie doch auch eine äußerst beachtliche sängerische wie spielerische Leistung vollbracht.


Herborner Tageblatt, 19.7.2005, Foto: Plietzsch

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